Aus Mut wird Bewegung: Medicalpunks

Aus dem Beitrag „Mut. Gerade jetzt.“ ist eine Initiative entstanden: Medicalpunks bringt Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen unter ein Dach.

Aus Mut wird Bewegung – Medicalpunks

Vor wenigen Tagen haben wir an dieser Stelle über ein Wort geschrieben, das im Gesundheitswesen fast verloren gegangen ist: Mut. Gerade jetzt. Aus diesem Beitrag ist eine Initiative entstanden. Sie heißt Medicalpunks und geht in Kürze unter medicalpunks.de an den Start.

Am Anfang stand ein Beitrag

„Mut. Gerade jetzt.“ war als Gegengewicht gedacht zu Frust, Wut und Hoffnungslosigkeit, die wir in fast jedem Gespräch mit Praxen, Operateuren und Teams hören. Mut, weiterzumachen. Mut, zu kämpfen. Mut, sich gegen die Widrigkeiten zu stellen.

In den Gesprächen danach kam immer wieder dieselbe Frage auf: Was nützt der Mut des Einzelnen, wenn jede Praxis, jede Klinik und jede Fachgruppe für sich allein kämpft? Die Antwort darauf ist Medicalpunks.

Was Medicalpunks ist

Medicalpunks ist eine Initiative für Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, angestellt oder selbstständig, in Klinik, MVZ und Praxis. Sie bringt unter ein Dach, was sich sonst gegeneinander ausspielen lässt: Hausarzt und Facharzt, Klinik und Praxis, Angestellte und Inhaber.

  • Ein Dach für alle: keine Fachgruppe, kein Sektor, keine Berufsphase bleibt außen vor.
  • Eine Stimme: 446.000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte sind zu viele, um überhört zu werden.
  • Haltung statt Krawall: Punk heißt hier nicht Lautstärke um ihrer selbst willen, sondern: nicht warten, bis andere es richten.

Warum jetzt

Für 2027 sind im Gesundheitswesen Einsparungen von 19 Milliarden Euro vorgesehen (Quelle: Bundesgesundheitsministerium, 10.07.2026). Jede vierte angestellte Ärztin und jeder vierte angestellte Arzt denkt darüber nach, die Patientenversorgung zu verlassen (Quelle: Marburger Bund, MB-Monitor 2022). Wer jetzt schweigt, überlässt anderen die Entscheidung, wie Versorgung künftig aussieht.

Wie es weitergeht

Auf medicalpunks.de kann man sich in Kürze eintragen, die Petition unterzeichnen und aktiv werden: als Medicalpunk, in der Crew, als Punk-Praxis oder als Botschafterin und Botschafter in der eigenen Region. Bis dahin informiert die Initiative auf Instagram unter @medicalpunks.

Eine Bewegung lebt von Menschen, braucht aber auch ein Fundament. Material, Aktionen und eine Geschäftsstelle, die alles zusammenhält, wollen getragen werden. Deshalb wird es zum Start ein Crowdfunding geben: offen, transparent und so angelegt, dass sich jede und jeder mit einem kleinen Beitrag beteiligen kann. Mehr dazu, sobald es losgeht.

Medicalpunks ist eine Initiative von Stefan Elmshäuser, Gründer des IFBIG. Alle Aktionen bewegen sich im rechtlichen Rahmen und nie zulasten von Patientinnen und Patienten.

Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotzdem den nächsten Schritt zu gehen. Medicalpunks ist dieser nächste Schritt.

Fragen und Anregungen gern an sel@medicalpunks.de.

Bereit für den nächsten Schritt?

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